22.09.2026

Neue Therapie gegen Krebsvorstufen in der Speiseröhre im Marien Hospital

Mit dem endoskopischen Verfahren BARRX können mittels Radiofrequenzablation krankhaft veränderte Bereiche der Speiseröhren-schleimhaut („Barrett-Ösophagus“) gezielt behandelt werden.

Auf dem Bildschirm ist der Eingriff zu sehen: Während der endoskopischen Behandlung verödet Ludovic Tange, Chefarzt der Gastroenterologie, die veränderte Schleimhaut in der Speiseröhre mit einem speziellen Katheter.


Ein Barrett-Ösophagus entsteht meist infolge eines langjährigen Rückflusses von Magensäure in die Speiseröhre (Reflux). Dabei verändert sich die Schleimhaut im unteren Abschnitt der Speiseröhre. Bestimmte Zellveränderungen, sogenannte Dysplasien, können mit einem erhöhten Risiko verbunden sein, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Eine sorgfältige Diagnostik, regelmäßige Kontrollen und – abhängig vom Befund – eine gezielte Behandlung sind deshalb von besonderer Bedeutung.

Bei der Radiofrequenzablation wird die veränderte Schleimhaut während einer Magenspiegelung kontrolliert mit Hitze behandelt, sodass die oberflächliche Gewebeschicht verödet wird. Das behandelte Barrett-Gewebe wird anschließend abgetragen, damit neue Schleimhaut entstehen kann.
„Nicht jeder Patient mit Sodbrennen kommt für die Radiofrequenzablation infrage. Für geeignete Patienten ist sie jedoch eine sehr effektive und schonende Therapie: Der Eingriff erfolgt ambulant im Zuge einer Magenspiegelung, die Erholungszeit ist kurz und die Komplikationsrate gering“, erklärt Ludovic Tange, Chefarzt der Gastroenterologie.

Bei sichtbaren Veränderungen können beispielsweise zunächst andere endoskopische Verfahren zur Entfernung des auffälligen Gewebes erforderlich sein. Die Radiofrequenzablation kann anschließend eingesetzt werden, um verbliebene Barrett-Schleimhaut zu behandeln.

Nach einer Radiofrequenzablation folgt in den meisten Fällen noch eine zweite Behandlung im Abstand von zehn Wochen. Um den Heilungsprozess abzuwarten. Anschließend sind regelmäßige endoskopische Nachkontrollen wichtig.

Die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten erfolgt mit
Förderungen aus dem KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz).

Kontakt

Marien Hospital 
Papenburg Aschendorf gGmbH
Hauptkanal rechts 75
26871 Papenburg

Telefon:
04961 93-0

E-Mail
info@hospital-papenburg.de

Copyright (c) 2015. Marien Hospital Papenburg Aschendorf gGmbH. Alle Rechte vorbehalten.