09.03.2026

Neue Behandlung von Herzrhythmusstörungen im Marien Hospital Papenburg Aschendorf

Die Elektrophysiologie im Papenburger Krankenhaus setzt ab sofort auf die innovative Pulse Field Ablation (PFA) zur Behandlung von Vorhofflimmern.

Das Team im Herzkatheterlabor um (v.l.) PD Dr. Rudin Pistulli, Chefarzt, Prof. Dr. Spyridon Koulouris, Departmentleiter Elektrophysiologie und Dr. Eva Maria Schnäker, Oberärztin, möchte die kardiologische Versorgung in der Region weiter stärken und baut das Behandlungsspektrum kontinuierlich aus.


Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Typische Beschwerden wie Herzrasen oder Herzstolpern können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Zudem erhöht die Erkrankung das Risiko für Schlaganfälle. Ziel einer Ablation ist es, jene Bereiche im Herzen gezielt zu behandeln, die die Rhythmusstörung auslösen.

Während bislang überwiegend thermische Verfahren – also Hitze (Radiofrequenzablation) oder Kälte (Kryoablation) – zum Einsatz kamen, basiert die Pulse Field Ablation (PFA) auf einem neuartigen, nicht-thermischen Ansatz. Das Verfahren arbeitet mit ultrakurzen elektrischen Impulsen, die gezielt Herzmuskelzellen beeinflussen. Umliegende Gewebestrukturen wie Speiseröhre oder empfindliche Nerven reagieren deutlich weniger auf diese Impulse, wodurch das Risiko bestimmter Begleitwirkungen weiter reduziert werden kann.

Zugleich ermöglicht die Technologie eine sehr schnelle Energieabgabe. Das kann die Dauer des Eingriffs verkürzen und die Belastung für die Patientinnen und Patienten verringern. Mit der Einführung der Pulse Field Ablation investiert das Herzkatheterlabor gezielt in eine Technologie, die international zunehmend an Bedeutung gewinnt.

„Unsere Patientinnen und Patienten profitieren von einem besonders schonenden Verfahren, das hohe Präzision mit bewährter Wirksamkeit verbindet. Die PFA-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten in der sicheren und effizienten Behandlung von Vorhofflimmern und stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in der modernen Elektrophysiologie dar“, erklärt Spyridon Koulouris, Departmentleiter Elektrophysiologie.

Die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten erfolgt mit
Förderungen aus dem KHZG (Krankenhauszukunftsgesetz).

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