Häusliche Gewalt und Vergewaltigungsopfer

Bei Häuslicher Gewalt und ebenso Vergewaltigungen arbeitet unser Haus eng mit der Polizei zusammen. Möchte die betroffene Frau jedoch vorerst den Kontakt mit der Polizei vermeiden, bieten wir auch Untersuchungen und Hilfe an, ohne dies der Polizei zu melden. Ab dem 18. Lebensjahr, wenn keine Kinder oder heranwachsenden Jugendlichen beteiligt sind, kann jede Betroffene selbst bestimmen, ob es zu einer Anzeige kommen soll.

Wir bieten im Marien Hospital die Möglichkeit einer Untersuchung sowie Einlagerung der Beweise an, ohne dass diese direkt an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden. Jedes Opfer ab 18 Jahren hat mindestens 3 Jahre Bedenkzeit, ob sie eine Anzeige gegen den Täter erstatten möchte. Sollte sie sich zu einer Anzeige entschließen, kann sie jederzeit auf die zuvor schon nach gerichtsmedizinischen Grundsätzen gesicherten Unterlagen und Befunde zurückgreifen.

"Verfahrensunabhängige Beweissicherung" ist das Ziel des Netzwerks ProBeweis, dem das Marien Hospital angehört. Das Netzwerk wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration finanziell gefördert und vom Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordiniert. Hier wurden spezielle Untersuchungskits zusammengestellt, die den beteiligten Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden und mit deren Hilfe die Beweissicherung erfolgen kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Netzwerks ProBeweis.

 

 

 
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