17.01.2022

Von Peking über Stockholm bis Groningen in das Papenburger Krankenhaus

Medizinstudent von der Universität Groningen hospitierte zwei Wochen im Marien Hospital Papenburg Aschendorf in der Notaufnahme und auf der Intensivstation.

Shanlin Tong ist Medizinstudent an der Universität Groningen zwischen dem 5. und 6. Semester. Im

In Groningen ist das Studiensystem anders aufgestellt als ins Deutschland: Nach den ersten sechs Semestern erhalten Studierende einen Bachelor- und mit weiteren sechs Semestern den Masterabschluss. Erst mit einem erfolgreichen Master darf man als Arzt tätig werden. „Das Studium ist sehr theoretisch. Bis auf ein zweiwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus in Groningen konnte ich noch keine praktischen Erfahrungen sammeln“, erzählt Shanlin Tong. Rahmen der Kooperation zwischen dem Marien Hospital und der Universität Groningen, hospitierte er zwei Wochen im Papenburger Krankenhaus. Er ist gebürtiger Chinese und mit seiner Familie im Alter von 14 Jahren von Peking nach Stockholm gezogen. Nach seiner schulischen Laufbahn begann sein akademischer Weg; zuerst mit einem Bachelor- und anschließend einem Masterstudium der Biomedizin. „Ich wollte schon immer Mediziner werden, allerdings war mir die Tätigkeit der Biomedizin zu wissenschaftlich. Der Schwerpunkt liegt dort in der Forschung“, berichtet der 27-jährige. „Ich möchte Medizin am Menschen praktizieren, daher bewarb ich mich für das Medizinstudium in Groningen.“

Von den Möglichkeiten während der Hospitation im Marien Hospital ist er begeistert: „Ich bin hier nicht nur Zuschauer, sondern darf auch unter Aufsicht von Ärzten am Patienten arbeiten, unter anderem Wunden versorgen, Vitalwerte messen, Diagnose herleiten. Es macht wirklich Spaß und ist vielfältig durch den Abteilungswechsel. Es ist toll wie die Ärzte sich die Zeit nehmen, um mir auf Englisch alles zu erklären“, freut er sich. In der Notaufnahme hat er den schnelllebigen Alltag kennengelernt. Am Tag werden dort 60-120 Patienten vorstellig. „Im Bereich der Diagnosestellung und Akut-Behandlung habe ich dort viel mitgenommen“, so Tong. Nach seinem Einsatz in der Notaufnahme ging er in die Fachabteilung Anästhesie und Intensivmedizin. „Der Alltag war dort nicht so hektisch und die Anästhesisten konnten mir dadurch viele praktische Ansätze beibringen. Im Skill-Training ging es unter anderem um Reanimation, Intubation und die perfekte OP-Naht“, reflektiert er.

Geschäftsführerin Veronika von Manowski wünscht sich, dass die Zusammenarbeit mit Groningen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird: „Ich würde mich freuen, wenn dem Praktikum eine spätere Zusammenarbeit in Form einer Assistenzarzt-Ausbildung folgt. Die benachbarte Lage der Niederlande sehen wir als große Chance Fachkräfte zu gewinnen“.

Seit 2014 kommen jährlich niederländische Studierende für eine Hospitation in das Papenburger Krankenhaus, um praktische Erfahrung zu sammeln. Shanlin Tong war der 186. Student innerhalb der Kooperation mit der Universität Groningen Nord West Germany (UGNWG). Die Außenstelle der UGNWG in Papenburg leitet Harald Orfgen, der unter anderem als Leitender Diplom-Psychologe und Psychotherapeut in der geriatrischen Abteilung des Marien Hospitals tätig ist. Im Februar beginnen weitere drei Studentinnen der Universität Groningen ihre Hospitation im Marien Hospital.

 

 

 
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