29.10.2021

Unterstützung bei dem Weg zurück ins Leben

Dr. med. univ. Ulrike Leitner verstärkt als Leitende Oberärztin das Team der Anästhesie und Intensivmedizin im Marien Hospital Papenburg Aschendorf.

Dr. med. Ulrike Leitner ist Fachärztin für Anästhesiologie (seit 2013). Sie verfügt über die Zusatzbezeichnungen Spezielle Intensivmedizin (seit 2017) sowie Notfallmedizin (seit 2013). Aktuell strebt Dr. Leitner die Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin an.

Die gebürtige Österreicherin absolvierte ihr Medizinstudium in ihrer Heimat und ging als Assistenzärztin nach Deutschland. Für dreieinhalb Jahre war sie in einer Klinik in Bayern tätig, bis es sie dann in den Norden zog. Von 2010 bis 2018 sammelte sie an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) Erfahrungen, unter anderem in den Bereichen der Kardio-Anästhesie sowie in der Kinder-Anästhesie. Während ihrer dortigen Tätigkeit hat sie sich verschiedene Ansätze der kreislaufunterstützenden Therapien angeeignet. Zuletzt war sie als Oberärztin am AMEOS Klinikum Mitte in Bremerhaven tätig. „Zu meinen Aufgaben als Anästhesistin kam die organisatorische Leitung der Intensivstation und auch das OP-Management hinzu“, so Dr. Leitner. Seit drei Monaten verstärkt sie als Leitende Oberärztin nun das Team im Marien Hospital Papenburg Aschendorf in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin.

Der Fachbereich der Anästhesiologie bedeutet für Dr. Leitner „immer über den Tellerrand hinaus zu schauen“, denn ein Anästhesist muss über viele Bereiche der einzelnen Fachdisziplinen Bescheid wissen. „In der Anästhesie geht es darum die Schmerzfreiheit während und nach operativen Eingriffen sicherzustellen sowie bei der Operation die lebenswichtigen Organfunktionen zu überwachen und zu steuern. Das Wohlergehen der Patienten ist immer das oberste Ziel“, erklärt Dr. Leitner. „Vor Operationen vertrauen uns die Menschen ihr Leben an. Wir Anästhesisten schalten im Rahmen der Vollnarkose das Bewusstsein aus. Ab diesem Moment ist der Mensch nicht mehr selbstbestimmt und vertraut darauf, dass wir unsere Arbeit gut machen und er nach der Operation fit in sein Leben zurückkehren kann“, sagt Dr. Leitner. Das ist eine sehr große Verantwortung, die sie gerne übernimmt. Ebenfalls muss der Blick im OP umfassend sein, denn das rechtzeitige Reagieren, entscheidet mit über den Gesundheitsverlauf des Patienten.

„Durch die weitere Betreuung auf der Intensivstation unterstützen wir Patienten aktiv dabei, den Weg ins Leben zurück zu gehen und dabei den Zeitraum des Aufenthaltes auf der Intensivstation so kurz wie möglich zu halten“, erklärt sie. Wichtig ist es, Angehörige mit einzubinden. Denn schon alleine die Anwesenheit der geliebten Menschen und das Hören der bekannten Stimmen, können das Heilen unterstützen. „Auch Patienten im künstlichen Tiefschlaf nehmen auf einer unterbewussten Ebene doch mehr wahr, als bisher bekannt ist“, berichtet Dr. Leitner. „Auf der Intensivstation betrachten wir Patienten ganzheitlich. Hierbei ist auch eine dem Krankheitszustand entsprechende Ernährung und frühzeitige Mobilisierung der Patienten extrem wichtig“, sagt sie. Je länger ein Patient liegt, desto mehr Muskeln werden abgebaut. Um dem entgegenzuwirken, erfolgt in Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten die aktive Bewegung des Patienten. „Vermeintliche Kleinigkeiten bringen bei intensivpflichtigen Patienten oft einen großen Effekt“, erzählt sie.

Die 47-jährige schätzt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die kurzen Wege im Papenburger Hospital sehr. „Dazu zählt für mich nicht nur der interdisziplinäre Austausch auf ärztlicher Ebene, sondern auch zwischen Medizinern, Pflegekräften und Physiotherapeuten, um das beste Ergebnis für den Patienten zu erreichen. Da können alle Berufsgruppen doch nur voneinander profitieren“, meint Dr. Leitner.

Auch die Notfallmedizin ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit, der ihr „sehr am Herzen liegt“. Schon während ihres Studiums war sie als Rettungssanitäterin unterwegs. „Was langsam auffällt, ist, dass viele Menschen, wenn sie den Notruf alarmieren, darauf beharren, dass ein Notarzt hinzugezogen wird. Ich wünsche mir hierbei, dass die Kompetenz der Rettungssanitäter nicht auf diese Art und Weise in Frage gestellt wird, denn die machen einen absolut fundamentalen, bedeutenden und guten Job!“, betont Dr. Leitner.

„Perspektivisch bringt Dr. Leitner optimale Fähigkeiten mit, die wir beim Ausbau unserer Beatmungstherapien auf der Intensivstation benötigen. Gemeinsam mit der Kardiologie planen wir das Kreislauf-Unterstützungsverfahren (Impella-Pumpe) mit dem Lungen-Unterstützungsverfahren (ECMO) zu komplettieren“, berichtet Dr. Kämmerling, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. „Darüber hinaus profitiert unsere ganze Abteilung von ihren neuen Ideen und Blickwinkeln, die sie aus anderen Kliniken mitbringt“.

 

 

 

 
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