Eröffnung der neuen Notaufnahme des Marien Hospitals

Die Umbaumaßnahmen der Notaufnahme und die Erweiterung der Kardiologie am Papenburger Krankenhaus sind abgeschlossen. Im Laufe der kommenden Woche werden die neuen Räumlichkeiten zur Patientenversorgung in Betrieb genommen.

Die Eröffnungsfeier des ersten großen Bauabschnitts am Marien Hospital verläuft anders, als geplant: Im kleinsten Rahmen ausschließlich im Kreise der Belegschaft wurde die neue Notaufnahme von Pfarrer Franz-Bernd Lanvermeyer eingesegnet. 

„Die Umbaumaßnahme der Notaufnahme und die Erweiterung der Kardiologie ist die erste große Baumaßnahme im Zuge der Zielplanung am gesamten Krankenhaus“, teilt Geschäftsführerin Veronika von Manwoski mit. „Unsere Patienten werden dort zukünftig auf dem neuesten Stand der Technik versorgt.“. Das Marien Hospital kommt mit der neuen Notaufnahme dem Ziel der langfristigen Modernisierung und Umstrukturierung näher.

Die Projektkosten sind nach Fertigstellung im Rahmen von insgesamt 7,6 Millionen Euro geblieben. 6,3 Millionen Euro investierte das Land Niedersachsen und jeweils 333.000 Euro der Landkreis Emsland sowie die Stadt Papenburg als Fördersumme.


Bauliche Veränderungen

Die Notaufnahme ist vom Erdgeschoss in das Sockelgeschoss des Krankenhauses verlegt worden. „Die Zuwegung in das Sockelgeschoss gestaltet sich für fußläufige Patienten und den Rettungsdienst einfacher, weil die ZNA ganz klar vom restlichen Krankenhausbetrieb abgegrenzt und direkt von außen zugänglich“, erklärt Thomas Krallmann, Technischer Leiter im Marien Hospital Papenburg Aschendorf. Das gesamte Raumkonzept ist geprägt von kurzen Wegen, sodass die Notfallversorgung von einem in den anderen Bereich fließend übergeleitet wird. So befindet sich unter anderem die Chest Pain Unit direkt neben dem Herzkatheterlabor mit nun zwei Linksherzkathetermessplätzen. Im Parralellbetrieb können sowohl die kardiologischen Standardversorgungen im 24 Stunden-Bereitschaftsdienst sichergestellt, als auch elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) und Katheterablationen durchgeführt werden. Der zweite Messplatz garantiert darüber hinaus eine 100 prozentige Ausfallsicherheit.

Durch die Verlegung in das Sockelgeschoss ist die Liegendeinfahrt mit der ZNA auf einer Ebene und unmittelbar mit dem Schockraum verbunden. Durch die angegliederte Computertomographie (CT) werden schnellere Diagnosen für eingelieferte Patienten mit Multi-Trauma ermöglicht. Es stehen sechs Betten zur Überwachung, sechs Behandlungsräume mit Monitoren zur Patientenüberwachung und zwei Funktionsräume für kleinere operative Eingriffe zur Verfügung.
Software für Notfallversorgung und neue Medizingeräte

Das validierte System für medizinisches Prozessmanagement in der Notfallversorgung „epias“ kommt erstmalig in einem der vier Verbundshäusern in der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft zum Einsatz. „Die Software ist für uns ein wichtiger Schritt innerhalb der Digitalisierung. Das System bietet uns die Möglichkeit dynamischer in der Planung, Koordination und Patientenüberwachung zu arbeiten. Zudem ist es individuell auf unsere Bedürfnisse anpassbar“, erläutert Sabrina Sanders, Organisatorische Leitung der Notaufnahme. Ausgestattet sind die Untersuchungsräume mit komplett neuer Medizintechnik und höchst professionellem Equipment.


Personelle Veränderungen und Fortbildungen

Prof. Dr. Christian Wende, Chefarzt der Kardiologie, leitet als neuer Chefarzt die Zentrale Notaufnahme. Das Management komplettieren Mohammad Al Qethawi, Funktionsoberarzt und Facharzt für Innere Medizin und Hypertensiologie DHL , Rodrigue Nemzou, Funktionsoberarzt und Facharzt für Innere Medizin, Sabrina Sanders, Organisatorische Leitung, sowie Annika Hüsers, Fachlich-pflegerische Leitung.

Ergänzend dazu konnten fünf Gesundheits- und Krankenpflegerinnen der ZNA (Annika Hüsers, Nicole Hanneken, Andrea Antons, Gabriele Eising und Alina Reiners) die externe Fachweiterbildung zur Notfallpflege erfolgreich abschließen. Sabrina Sanders, der die organisatorische Leitung der Notaufnahme obliegt, absolviert zur Zeit eine externe Fachweiterbildung zur „Managerin für klinische Notfall- und Akutmedizin“ mit geplantem Abschluss im Mai diesen Jahres, welcher sich aufgrund der Pandemie vorerst verschieben wird.

„Die Baumaßnahme wurde über mehrere Jahre geplant. Aus der alten Bausubtanz des bestehenden Gebäudekomplexes sollte etwas Neues geschaffen werden“, erläutert Thomas Krallmann, „das war schon eine Herausforderung“. Darüber hinaus wurden die Stimmen der Belegschaft genutzt, um bisherige Strukturen und innerbetriebliche Prozesse zu optimieren. „Der Umbau der Notaufnahme im Marien Hospital war ein lang gehegter Wunsch und es ist uns allen gelungen, die neue ZNA nach Plan umzusetzen und fertigzustellen“, freut sich Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft.

 

 

 
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