Neues Verfahren erfolgreich und komplikationslos

Therapie bei Mitralklappeninsuffizienz im höheren Alter – Ankersystem wird platziert

Ein neues Therapieverfahren wird seit Mitte Juli in der kardiologischen Abteilung des Marien Hospitals Papenburg Aschendorf bei Patienten mit funktioneller Mitralklappeninsuffizienz angewandt. In diesen Fällen kommt es bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu einer krankhaften Vergrößerung des Herzens und damit zu einer Erweiterung der Mitralklappe, das heißt, der Mitralklappenring (Mitralklappenanulus) ist vergrößert.
Bei dem Katheterverfahren wird nun ein „Ankersystem“ über die große Herzvene platziert (CARILLON® Mitral Contour System), das über ein Zusammenraffen des Koronarvenensinus (Zusammenfluss mehrerer Herzvenen) bewirkt, dass sich der Umfang des Mitralklappenanulus verringert und so die Schließunfähigkeit der Mitralklappe deutlich reduziert wird. Die Implantation erfolgt über ein Blutgefäß auf der rechten Halsseite und ist somit schonend und komplikationsarm durchzuführen.
Bereits bei zwei Patienten wurde die Therapie im Marien Hospital durchgeführt und verlief erfolgreich und komplikationslos, teilt Prof. Dr. Christian Wende, Chefarzt der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) mit. „Durch dieses Verfahren wird eine Operation vermieden. Der Eingriff erfolgt ausschließlich per Kathetertechnik“, so Prof. Dr. Wende.
Die Schließunfähigkeit der Mitralklappe, kurz Mitralklappeninsuffizenz, ist nach der Verengung der Aortenklappe der zweithäufigste Herzklappenfehler in Europa. Derzeit leiden in Deutschland circa 800.000 bis 1 Million Menschen an einer therapierelevanten Mitralklappeninsuffizienz. In der Altersgruppe über 75 Jahre steigt das Vorkommen (Prävalenz) bis auf über 10 Prozent an.
Die Skizze zeigt einen vergrößerten Mitralklappenanulus (Mitralklappenring) vor der Implantation der Metall-Spange Carillon Mitral Contour System ®.
Die Skizze zeigt den Mitralklappenanulus (Mitralklappenring) nach der Implantation der Metall-Spange Carillon Mitral Contour System ®.
 

 

 
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