Marien Hospital als klinisches Endometriosezentrum zertifiziert

Hilfe bei starken Menstruationsschmerzen oder unerfülltem Kinderwunsch

Die gynäkologische Abteilung des Marien Hospital Papenburg Aschendorf ist von der Stiftung Endometriose-Forschung (SEF) zum klinischen Endometriosezentrum ernannt worden. Die Endometriose gilt als zweithäufigste gynäkologische Erkrankung. Etwa sieben bis 15 Prozent der Frauen in Deutschland leiden zwischen ihrer Pubertät und den Wechseljahren daran. Jährlich sind schätzungsweise 40.000 Frauen im gebärfähigen Alter neu betroffen. Die Folgen können starke Schmerzen und Unfruchtbarkeit sein.

Endometriose ist eine chronische, jedoch gutartige Frauenerkrankung. Dabei setzt sich Schleimhaut, das so genannte Endometrium, auch außerhalb der Gebärmutter fest – beispielsweise an der Darm- oder Blasenwand, im Eierstock oder am Bauchfell. Die Beschwerden, die mit ihr einhergehen, wie Schmerzen vor und während der Menstruation oder beim Geschlechtsverkehr, werden von Betroffenen häufig „als normal“ hingenommen. Andere haben aufgrund starker Krämpfe bereits verschiedene Arztbesuche hinter sich, ohne dass die Endometriose entdeckt worden wäre. „Einige Frauen leiden seit Jahren unter heftigen Unterleibsschmerzen, ohne aber offen mit ihrem Arzt darüber zu sprechen oder ohne erfolgreich Hilfe erfahren zu haben, da die Endometriose nicht erkannt worden ist. Es gibt jedoch auch den Fall, dass Endometriose-Patientinnen gar keine Beschwerden haben und erst einen Arzt aufsuchen, wenn ihr Kinderwunsch unerfüllt bleibt. In beiden Fällen ist es ratsam, einen Spezialisten zu Rate zu ziehen“, so Dr. Alice Rachidi, Oberärztin in der Gynäkologie und Geburtshilfe im Marien Hospital und Leiterin des klinischen Endometriosezentrums. Im Papenburger Krankenhaus verfügen Dr. Rachidi und Chefarzt Dr. Franz Koettnitz über große Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung der Endometriose.

Für das klinische Endometriosezentrum wird im Marien Hospital Papenburg Aschendorf in einem interdisziplinären Team eng zusammengearbeitet. Dazu zählen unter anderem (von links): Dr. Ulrich Böckmann, Chefarzt der Allgemeinchirurgie, Dr. Ludger Kämmerling, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Alice Rachidi, Leiterin des klinischen Endometriosezentrums, Ludmilla Wirch, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Dr. Franz Koettnitz, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, und Anke Zimmermann, Medizinische Fachangestellte. Die Zertifizierung durch die SEF folgt einem dreistufigen Konzept. „Wir wurden 2016 zunächst als Endometriosezentrum eingestuft. Ende 2017 konnten wir aber bereits alle Kriterien für die Höherstufung auf das sogenannte klinische Endometriosezentrum nachweisen“, erklärt Dr. Koettnitz. Grund dafür ist unter anderem die Einführung einer Spezialsprechstunde und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachärzten der Chirurgie, Anästhesie, Schmerztherapie, Urologie, Radiologie, Physiotherapie und Psychotherapie. Die höchste Einstufung des SEF ist das klinische und wissenschaftliche Endometriosezentrum. Das Marien Hospital ist laut der Endometriose-Vereinigung eins von insgesamt 15 zertifizierten klinischen Endometriosezentren in Deutschland. Die Zertifizierung wird alle drei Jahre nach einer genauen Überprüfung der SEF erneuert. Das Zertifikat des Marien Hospitals gilt noch bis Juni 2019.

Freitags von 12:00 bis 16:00 Uhr bietet Dr. Rachidi nach vorheriger Terminvereinbarung unter 04961 93-2288 eine Endometriose-Spezialsprechstunde an. Für die Behandlung eines unerfüllten Kinderwunsches besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Kinderwunschzentrum Leer.

 

 

 
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