Endometriumablation (Entfernung der Gebärmutterschleimhaut)

Jede fünfte Frau leidet unter starken Regelblutungen: Menorrhagie. Sie führen zu einer ernsthaften Beeinträchtigung ihres Alltags. Die Betroffene sollte sich an ihren Frauenarzt wenden und über ihre Möglichkeiten sprechen. Neben der klassischen Endometriumablation (Entfernung der Gebärmutterschleimhaut) mittels Gebärmutterspiegelung und Koagulation der Gebärmutterschleimhaut mit Rollerball- und Schlingen-Elektrode wurden in den letzten Jahren auch alternative Verfahren entwickelt, mit denen die Gebärmutterschleimhaut vollständig verödet werden kann, sodass die Hormone weiter produziert werden, aber es nicht mehr zur Regelblutung kommt.

 

NovaSure-Therapie

Das NovaSure-Verfahren ist die modernste und effektivste Methode unter den Endometrium-Ablationsverfahren der zweiten Generation. Dabei wird ein sehr dünnes Goldnetz in der Gebärmutterhöhle platziert, wo es sich entfaltet und genau an deren Form anpasst. Durch ein Vakuum schmiegt sich die blutungsverursachende Schleimhaut (Endometrium) dicht an das Netz an. Nun wird das Endometrium durch einen für jede Patientin individuell ermittelten Energiefluss im Goldnetz verödet.

Der Vorgang dauert durchschnittlich nur 90 Sekunden, der gesamte Eingriff nur ca. 20 Minuten. Die NovaSure-Goldnetzelektrode wird nach dem Eingriff wieder vollständig aus der Gebärmutter entfernt.

Zudem entfällt bei der Goldnetz-Therapie die Notwendigkeit für eine hormonelle Vorbehandlung der Gebärmutter, sodass das blutungsverursachende Endometrium in einem einzigen Schritt sicher und gezielt therapiert wird.

Eine Aufnahme normaler Tätigkeiten ist in der Regel bereits nach wenigen Tagen wieder möglich.

 

Welche Vorteile bietet die Therapie mit NovaSure?

  • Frauen vor den Wechseljahren mit abgeschlossenem Kinderwunsch und sehr starken Monatsblutungen sind für die NovaSure-Methode geeignet.
  • Ein Eingriff mit NovaSure erfordert keine Vorbehandlung mit Hormonen (GnRH-Analoga), die belastende Nebenwirkungen hervorrufen können.
  • Eine Ablation mit NovaSure kann unabhängig vom Zyklus auch während aktiver Blutungen vorgenommen werden und ermöglicht dadurch eine sehr flexible, auch kurzfristige Planung des Eingriffes.
  • NovaSure ist auch insbesondere für Hochrisikopatientinnen (Einnahme von Marcumar, Herzfehler, Übergewicht etc.) geeignet.
  • Der Eingriff ist von kurzer Dauer und wird überwiegend in einer schonenden Vollnarkose oder mit Rückenspritze durchgeführt.
  • Dieses Verfahren ermöglicht eine kurze Erholungszeit und die Patientinnen können ihre normalen Tätigkeiten nach wenigen Tagen wieder aufnehmen.

 

Die Methode ist nicht geeignet, wenn…

  • eine derzeitige oder später geplante Schwangerschaft besteht (ungewollte Schwangerschaften nach Endometriumablation können für Mutter und Fötus gefährlich sein)
  • der Verdacht auf ein Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs) oder Vorstufen eines solchen vorliegen
  • Veränderungen vorliegen, die mit einer Schwächung der Gebärmutterwand einhergehen (eventuell Zustand nach klassischem Kaiserschnitt; Myome, die die ganze Wanddicke der Gebärmutter einnehmen)
  • eine aktive Infektion des Genitales, der harnableitenden Wege oder des Beckens besteht
  • eine liegende Spirale (IUD) vorhanden ist
  • eine verkürzte Gebärmutterhöhle (< 4 cm) vorliegt

 

Wie hoch sind die Kosten für die Behandlung?

Die Behandlung mit NovaSure im Krankenhaus wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet, sofern eine stationäre Aufnahme der Patientin notwendig ist.

Trotz der medizinischen Vorteile ist die ambulante Endometriumablation mit NovaSure bisher noch keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen. Möglich ist eine solche ambulante Behandlung in vielen, allerdings nicht in allen Fällen. In jedem Fall sollte bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.

 

 

 
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